Der allerletzte Spittel!





Hier schreibe ich auf, weshalb vom Erwerb der WD MyCloud dringend abzuraten ist.

  • Auspacken, anstecken, vom LAN erkennen: Klappt wunderbar und schnell.
    Vergib im Router des LAN sofort eine statische (also gleichbleibende) IP, damit das Gerät auch aufgerufen werden kann! Mit dieser IP kann dann im Browser die WD-MyCloud eingerichtet werden. (Das steht aber nirgendwo!)
  • Die Einrichtung der Cloud verlangt höchste Konzentration bei all dem, was man eingibt. Wenn auf Internetseiten verwiesen wird, dann sollte man diese aufsuchen, denn dort gibt es die benötigte Software zum Download.
  • Bis hierher sind dann gute 30 Minuten vergangen und man hat eigentlich noch nichts.
  • Beim Einrichten gemäß mitgelieferten Zettel im Ikea-Look:
    Zunächst sollte man besser keine Passwörter vergeben. Bestimmt will die Box auch ein OS-Update. Das dauert ein paar Minuten.
  • Wenn man die Box "nur" als Festplatte im heimischen Netz verwenden will, dann ist alles ok, wenn aber Benutzer mit Benutzerzugriffsrechten angelegt werden sollen, dann beginnt der Horrortrip!
  • Prinzipiell kann man zwar Benutzer und deren Rechte vergeben, aber spätestens beim Aufrufen der entsprechenden Netzwerkadresse, die man nach einigem Probieren herausfindet (weil sie nicht angezeigt wird), schlägt einem Windows mit einem Eingabefenster für Benutzername und Kennwort ins Gesicht. Hier kann man alles probieren aber nichts wird richtig sein, denn so einfach kommt man nicht an seine persönlichen Ordner! Die machen nur Sinn, wenn man das Gerät als Cloud verwenden will.
    Im heimischen Netz funktioniert hingegen der Ordner "public" (vorinstalliert) wunderbar und kann als Netzlaufwerk verwendet werden, alles andere definitiv nicht!
  • Über jeden Browser (https://www.wd2go.com) gelangt man auf diese private Cloud. Auch aus dem heimischen Netz geht das nur über diesen Umweg (wahrscheinlich über Amerika wieder zurück zum eigenen PC).
  • Die Cloud setzt im Browser aber Java voraus. Java installiert sich auf freundliche Nachfrage selbst und ist auch nicht schlimm!
  • Schlimm ist, was die Programmierer von WD daraus gemacht haben: Die Bilder sprechen für sich. Eigentlich ist aus der Sicht der Systemsicherheit dringend davon abzuraten, diese WD MyCloud als Cloud zu betreiben, weil man dafür die Gerätesicherheit in mehrfachen Nachfragen ausschalten muss.
    Hier hat man besser kein Vertrauen und geht davon aus, dass jegliche Daten und jeder Datenverkehr von Dritten mitgelesen wird.
  • Geschwindigkeit: Unabhängig vom DSL erinnert ein Upload, wenn er denn überhaupt funktioniert und nicht Null-Byte-Dateien hinten rauskommen, an ein 33k-Modem im analogen Telefonnetz.
    Der Download ist nicht viel schneller.
  • Kurz: Nicht kaufen! Wer auch nur im Ansatz Ahnung von Netzwerken hat wird schnell merken:
    Das ist Spittel.
  • WD kann richtig gute Festplatten bauen, aber Software programmieren oder die angezeigten Wörter sinnkonform in eine andere Sprache übersetzen geht offensichtlich gar nicht.
Support Was für ein Ding? Support? Wer versucht, den Support via email zu erreichen, wird über schick gemachte Internetseiten geführt, muss mehrfach Sicherheitseinschränkungen bestätigen und landet irgendwann in einer Eingabemaske.
Aber: Spätestens beim Versuch, die Anfrage abzusenden erscheint dann oben im Fenster in rot, dass "eine Abfrage der Datenbank nicht möglich war oder zu keinem Ergebnis führen konnte".
Wer jetzt nicht mit dem Hammer die Kiste kaputt schlägt ist selber schuld!