Simson Sperber SR 4-3

Heute hab ich mal mein "Mopped" fotografiert. Macht Spaß, mit den paar PS (weniger als mein Rasenmäher) herumzufahren. Statt mit "VK88" wird er mit dem besten Benzin gefahren. Mit 102 Oktan, natürlich 1:33 gemischt, mit Bleiersatz und ein paar Milliliter Rizinuss-Öl. So kann der Sperber - komplett noch im Originalzustand (außer die Lenkergriffe, die waren beige, eine ersetzte Tachowelle und die seitlich angebaute Hupe und die Zierstreifen auf dem rechten Seitendeckel) auch die angedachten 75km/h laufen. Natürlich nachgeprüft mit GPS!

Produktionszeit: 1966-1972
Stückzahl: rund 80000
Motor: 1-Zylinder-2Takt; M54 KF
Kühlung: Fahrtwind
Hubraum: 49,6ccm
Bohrung + Hub: 40 x 39,5mm
Verdichtung: 9,5:1
Leistung: 4,6 PS bei 6750 U/min
Vergaser: BVF Nadeldüsen 16 N1-3
Zündung: Unterbrecher, Zündspule
Bordspannung: 6V, Bleibatterie
Kupplung: 5-Scheiben, Ölbad (Nasskupplung)
Getriebe: 4 Gänge, Fußschaltung
Geschwindigkeit: 75km/h
Rahmen: Zentralrohr-Schalenrahmen, verstrebt
Federund vorn: Langschw. mit Federbein, hydraulisch
Federung hinten: Langschw. mit Federbein, hydraulisch
Reifen vorn: 2,75 x 20
Reifen hinten: 2,75 x 20
Bremse vorn: Vollnaben, 125mm
Bremse hinten: Vollnaben, 125mm
Fahrzeugmasse: 80kg (leer);  230kg (maximal)
Tankinhalt: 9,5l (VK88, 1:33)
Neupreis: 1550 Mark (Ost)


Der Sperber wurde immer in einer Garage oder in einem anderen geschlossenem Raum abgestellt. Insofern ist der Original-Lack auch noch nicht ausgeblichen. Die Reinigung erfolgte fast immer nur mit einem leichten Öl (Trafo-Öl) und weichen Lappen. Stärkere Verschmutzungen gab es eigentlich nicht, weil das Motorrad nur bei Schönwetter gefahren wurde. Das macht schon eine ganze Menge aus. Der Tachostand ist inzwischen 36Tkm. Bei 30Tkm wurden Kurbelwelle, Zylinder und Kolben gewechselt. Es folgte nach wenig Fahren eine sehr lange Standzeit und damit war dann eine erneute Motorreparatur angesagt, weil die Simmerringe hart waren. Letztlich blieb noch das Pulvern der elfenbeinfarbenen Blechteile, das Regenerieren der Stoßdämpfer und die Fahrt konnte neu beginnen. Bleibt an schönen Wochenenden das Wachsen, Polieren.... und immer mal: ausprobieren...
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